Maiandacht am Riederkreuz

Rund 60 Unsernherrner nutzten den Abend des 4. Mai zu einem Spaziergang oder einer Radltour und fanden sich zu einer Maiandacht am Riederkreuz am Ende der Steiglehnerstaße ein. Die Idee war in einer Vorstandssitzung der Dorfgemeinschaft geboren worden und Pfarrer Harald Schuwerack hatte auf kurzfristige Nachfrage spontan zugesagt, die Maiandacht zu halten. Hierbei ging er auch auf die Gründe ein, aus denen Flur- und Wegkreuze errichtet wurden und Zeugnis für den Glauben früherer Generationen ablegen.

 

   

 

Das Riederkreuz ist ausweislich einer Inschrift auf dem Langbalken im Jahr 1926 in der Schmiedewerkstatt Raith, Unsernherrn, hergestellt worden. Ursprünglich stand es am Unterlettenweg, von wo es wg. eines Industriebaus in den 1970er Jahren weichen mußte. Ob das Jahr 1926 das originäre Erstellungsjahr war oder es ein Vorgängerkreuz gab, ist nicht bekannt. Und auch, warum es errichtet wurde und ob der am Unterlettenweg ansässige Friseur Rieder der Namensgeber war, können wir noch nicht mit Sicherheit sagen.

Vorsitzender Martin Dick rundete nach dem Ende des Gottesdienstes die Versammlung mit einigen Erläuterungen ab. Das stark in Mitleidenschaft gezogene Kreuz wurde im Jahr 2013 auf Initiative von Georg Bumes, Konrad Hagl und Rudolf Wöhrl restauriert. Nach Abschluß der Recherchen zur Geschichte des Kreuzes wird noch eine kl. Tafel mit seiner Geschichte angebracht. Wanderer, die sich künftig auf der von der Dorfgemeinschaft gestifteten Bank zu Rast oder Gebet niederlassen, bleiben dann nicht ratlos zurück.

Den Ausklang der Maiandacht bildete bei einer von der Dorfgemeinschaft spendierten kl. Brotzeit ein gemütliches Beisammensein im Schatten des Kreuzes. Spenden für diese Brotzeit bittet Martin Dick, der Pfarrgemeinde für die Restaurierung des Friedhofskreuzes zukommen zu lassen. Pfarrer Schuwerack hatte in seinen Eingangsworten u. a. erwähnt, dass er in einem Telefonat mit dem Restaurator erfahren habe, dass die Restaurationsarbeiten demnächst beginnen.(J.W.)

   
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